Mit der richtigen Technik

Mit der richtigen Technik

… Die Kurvengeschwindigkeit der Gespanne war schneller als bei den Solomaschinen. Der Skifahrer musste gute Kondition und Standfestigkeit haben. So wurde in Isny auf der 800 Meter langen Oval-Strecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 85 Stundenkilometern erreicht und die Spitze betrug etwa 115 Stundenkilometer.
1953 gewann ich in Scheidegg ein paar »HaWi«-Skier, von der Scheidegger Skifabrik Hanser und Wilhelm. Kurz darauf erhielt Helmut Steinhilber, mit dem ich in der Sportwagenklasse mit einem Porsche startete, einen Anruf von Herrn Hanser. Er fragte, ob er es für möglich hielte, den Geschwindigkeitsweltrekord auf Skiern zu brechen, indem der Skifahrer von einem Fahrzeug geschleppt würde. Der Rekord stand zu dieser Zeit auf 148 Stundenkilometer. Ob ein solcher Rekord mittels Motorantrieb anerkannt worden wäre, ist fraglich. Für die Skifabrik ging es natürlich um Werbung. Ich erinnere mich genau, wie ich gerade beim Friseur saß, als Helmut mich in seinem obligatorischen schwarzen Ledermantel aufsuchte. Er schilderte mir das Vorhaben und fragte: »Traust du dir diese Geschwindigkeit zu?« Ohne lange zu überlegen, sagte ich zu.

Daraufhin organisierte Helmut Testfahrten:
Auf der Queralpenstraße gab es einige Straßen­stücke, auf denen wir früh am Morgen bei wenig Verkehr und bei passender Schneegrundlage zwei Tests absolvierten. Der 356er Porsche schaffte mit meiner Anhängerlast und den vier Nagelreifen aber nicht mehr als 138 Stundenkilometer! Versuch gescheitert, Rekord nicht gebrochen – für mich war es trotzdem ein tolles Erlebnis. …